Flagellantismus leitet sich aus dem lateinischen Wort „flagellum“ ab und bedeutet so viel wie Peitsche, Dreschflegel oder Geißel. Flagellantismus bezeichnet die Lust, sich schlagen zu lassen oder seinen Partner zu schlagen. Bei dieser Sexualpraktik spielt der Lustschmerz eine besonders wichtige Rolle. Flagellanten, die sogenannten Anhänger des Flagellantismus gehören zu einer Untergruppe des Sadomasochismus. Die allgemeine und neutrale Definition von Flagellantismus bezeichnet den Bottom, also denjenigen, der unten ist, auch Sklave genannt. Die meisten Flagellantismus-Techniken werden anders als beim Arsch versohlen nicht auf das Gesäß, sondern auf den Schenkel, den Rücken oder die Fußsohlen ausgeübt. Da das Zufügen von Lustschmerz bzw. das Erfahren des Lustschmerzes beim Flagellantismus unmittelbar im Vordergrund steht, ist diese Technik meist Zweck zum Selbstzweck und nicht wie viele andere SM-Praktiken mit Rollenspielen verbunden.